Lagebeurteilung und Lösungsvorschläge im Hinblick auf die touristische Wintersaison in Graubünden

Gedanken zu erweiterten Teststrategien in Tourimusregionen

Die COVID19-Massentests in Südbünden vom vergangenen Wochenende haben gezeigt, dass man - im Vergleich zur herkömmlichen auf die Testung von symptomatischen Personen ausgerichteten Strategie - mit erweiterten Teststrategien derzeit bis zu 5 zusätzliche infizierte Personen pro Tag und 1'000 Einwohner findet.

Erweiterte Teststrategien können deshalb als Ergänzung der Schutzkonzepte in Tourismusorten jetzt und nach dem Festtagsgeschäft ab Januar einen entscheidenden Beitrag zur Rettung der Wintersaison beitragen. Denn es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Fallzahlen auch im Januar und anfangs Februar hoch sein könnten und damit nicht nur das jetzige Festtagsgeschäft, sondern auch die restliche Wintersaison teilweise gefährdet ist.

Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass es Sinn machen würde, im Rahmen eines "Experiments" eine Bündner Tourismusregion konsequent zu testen. Orte wie Vals, Brigels oder Arosa würden sich dafür anbieten. Die Ergebnisse könnten auch für unsere Nachbarkantone und -länder von grosser Bedetung sein. Dazu muss aber der Bundesrat die notwendigen Voraussetzungen schaffen.