Analyse zur Position Graubündens im alpinen Tourismuswettbewerb
- 26. Mai
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Aktualisiert: 26. Mai
Der wachsende internationale Tourismus und die Positionierung Graubündens im alpinen Wettbewerb
Das Wirtschaftsforum Graubünden hat die strategische Position Graubündens im alpinen Tourismuswettbewerb analysiert. Die wichtigsten Erkenntnisse sind: Der internationale Tourismus wird weiter wachsen. Das Fernmarktgeschäft entwickelt sich neben der Inlandsnachfrage zunehmend zum zentralen Wachstumstreiber im Schweizer Tourismus, wovon Graubünden bislang jedoch nur begrenzt profitiert. Aus den Erkenntnissen hat das Wirtschaftsforum Graubünden sechs strategische Handlungsfelder für die Gestaltung der Bündner Tourismuspolitik abgeleitet.
Der internationale Tourismus wächst weiterhin dynamisch – getrieben durch steigenden Wohlstand und eine wachsende globale Mittelschicht – mit erwarteten jährlichen Wachstumsraten von rund 6 % weltweit und 3 % in Europa bis 2035.
Trotz der erwarteten Auswirkungen des Klimawandels auf die europäischen Reiseströme lassen sich bislang keine klaren strukturellen Verschiebungen oder Vorteile für die Alpenregionen statistisch nachweisen.
Trotz wachsender touristischer Nachfrage stagniert das traditionelle Wintersportgeschäft im Alpenraum, der sich zunehmend zu qualitativ hochwertigen, differenzierten und international ausgerichteten Angeboten transformiert.
Graubünden verfügt über eine starke Wettbewerbsposition mit einem Einzugsgebiet von rund 140 Millionen potenziellen Gästen, die innerhalb von sieben Stunden erreichbar sind. Davon reist jährlich etwa 1 % nach Graubünden.
Während Tirol stärker auf hohe Gästezahlen setzt, fokussiert sich Graubünden stärker auf Wertschöpfung pro Gast und qualitativ hochwertige Angebote.
Das Fernmarktgeschäft entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten Wachstumstreiber im Schweizer Tourismus, wovon Graubünden bislang jedoch unterdurchschnittlich profitiert. Entscheidend für den künftigen Erfolg werden eine stärkere internationale Sichtbarkeit sowie gezielt auf Fernmärkte ausgerichtete Angebote sein.
Das Wirtschaftsforum Graubünden identifiziert sechs strategische Handlungsfelder für die Zukunft des Bündner Tourismus – von Internationalisierung und Geschäftsinnovation bis zur Sicherung des Wintersports sowie der Weiterentwicklung von Produktivität, Wohnstandort und Immobilienpolitik.
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